Venedig: Die schönsten Fotospots (während dem Hochwasser Acqua Alta)

Venedig: Die schönsten Fotospots (während dem Hochwasser Acqua Alta)

Venedig gehört wohl zu den ganz wenigen Städten, die man keinem Erklären muß. Sofort hat man eng verschlungene Gassen, Kanäle und Gondoliere im Kopf. So ist das Stadtbild ein einziges architektonisches Gesamtkunstwerk. Hier gibt es praktisch überall etwas zu sehen.

Dementsprechend ist in Venedig auch immer sehr viel los. Nebensaisonen gibt es praktisch nicht. Im Herbst drängen sich vielleicht etwas weniger Menschen durch die engen Gassen, dafür besteht aber auch die Gefahr, in das jährlich wiederkehrend Hochwasser “Acqua Alta” zu geraten- und genau das ist uns passiert. Doch kein Grund zur Sorge! Auch bei Hochwasser ist Venedig sehr sehenswert– oder gerade deswegen. Doch dazu später mehr.

was gibt es zu sehen?

Venedig hat garantiert für jeden etwas zu bieten.  Man kann die unvergleichliche Architektur an den Kanälen bestaunen, Museen besuchen, bei einem Glas Wein den Gondeln zusehen, durch die Gassen bummeln und Shoppen, Tagesausflüge auf die umliegenden Inseln wie Burano und Murano machen oder einfach in einen der vielen gemütlichen Restaurants ein italienisches Gericht schlemmen.

Wir hatten 3 volle Tage Zeit um das Beste davon herauszusuchen und teilen unsere Erfahrungen zu Unterkunft und Restaurants. Jede Sehenswürdigkeit von Venedig genau zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen. Darum gibt es dieses Mal “Die schönsten Fotospots in Venedig”. Weiters findest du eine Beschreibung unserer Unterkunft, unsere besuchten Restaurants und die wichtigsten Tipps für Venedig. In der Karte findest du all unsere Stationen. 

Markusplatz (La Piazza die San Marco)

Ich beginne gleich mit dem schönsten und bekanntesten Platz Venedigs. Hier kommt wohl jeder Besucher der Stadt mindestens 1x vorbei. Dementsprechend voll kann es hier also werden. Wenn ihr in Venedig übernachtet, rate ich euch vor 10h Vormittags hier zu sein, oder erst wieder am Abend, wenn die tausenden Tagestouristen die Stadt wieder Richtung Kreuzfahrtschiff oder Bahnhof verlassen haben.

Die Bedeutung des Platzes spiegelt sich schon im Namen. Der Markusplatz heißt als einziger in Venedig “Piazza”, während alle anderen nur “Campo” heißen.

Hauptaugenmerk ist die “Basilica di San Marco” mit seinen wunderschönen Kreuzkuppeln und der daneben stehende Turm “Campanile”. 

Etwas ganz besonderes ist es, wenn man diesen Platz zur Zeit des Hochwassers “Acqua Alta” erleben kann. Wir haben ihn morgens zum Hochwasser darum gleich 3x besucht.

Acqua Alta (italienisch ‚hohes Wasser‘)

Das Hochwasser kehrt alle Jahre wieder im Winter nach Venedig. Es entsteht, wenn bei sehr starker Flut und niedrigem Luftdruck das Wasser landeinwärts Richtung Venedig drückt. Zum Glück ist das Hochwasser von den Gezeiten abhängig und hat seinen höchsten Stand bei Flut. Zur Zeit unseres Besuches dauerte es meist nur ca. 1-2 Stunden, bevor es sich wieder zurückzog. Natürlich ist dies vom Wasserstand abhängig. Während dieser Zeit (und an vielen Stellen auch danach), sind eigens Stege für die Fußgänger installiert, sodass sie nicht durch das Wasser waten müssen. Wer allerdings mit Tennis- oder Stöckelschuhen unterwegs ist (ohja, das haben wir gesehen), wird vor nassen Füßen nicht verschont bleiben.

Bis zu 90cm Wasserspiegel ist normal für Venedig. Wenn er höher steigt spricht man von Acqua Alta.

Ab 100cm sind nur geringe Teile der Stadt überschwemmt. So auch der Markusplatz, der den tiefsten Punkt der Stadt darstellt. Bei 110cm sind etwa 10% der Stadt betroffen, bei 125cm die halbe Stadt. Ab 140cm wird der Notstand ausgerufen, da dann 90% der Stadt überschwemmt sind. Zur Zeit unseres Besuches war die maximale Prognose 110cm. Solche Hochwasser können von September bis in den April auftreten.

Eine sehr gute Vorschau gibt diese Seite

Wichtig ist dann natürlich die Ausrüstung. Gummistiefel sind Pflicht. Wir hatten uns im letzten Moment noch welche besorgt. Dazu noch eine Regenhose drüber und die Sache war perfekt. Wir blieben die ganze Zeit trocken.

Wenn man keine Gummistiefel nach Venedig mitschleppen will, kann man auch “Überzieher” für die Schuhe um ca. 15€ von unzähligen Straßenhändlern kaufen. Allerdings werden die wohl kaum so gut halten und sind wohl eher für Tagesbesucher gedacht. Hier noch weitere Eindrücke zum Hauptplatz.

Venedig_Venezia-94_Markusdom (Basilica die San Marco
Venedig_Venezia-23e_Markusplatz (La Piazza die San Marco) zu Acqua Alta
Venedig_Venezia-23g_Markusplatz (La Piazza die San Marco) zu Acqua Alta
Venedig_Venezia-17_Markusplatz (La Piazza die San Marco) zu Acqua Alta
Venedig_Venezia-92a_Markusdom (Basilica die San Marco

Zu guter Letzt gibt es auch noch ein kurzes Video vom Markusplatz während dem Acqua Alta.

Die Shops und Cafès am Markusplatz

Hier muß man schon das nötige Kleingeld eingesteckt haben, um sich einen Cafè oder gar Souvenirs leisten zu können. Am berühmtesten ist wohl das Cafè Florian, vor dem ein hauseigenes Orchester täglich klassische Livemusik spielt. Cappuccino 10€ plus 6€ für die Kapelle. Ist nur ein Beispiel. Uns war es das nicht wert.

Umso unvergesslicher waren die Shops um 9.00h morgens, als gerade das Acqua Alta seinen Höhepunkt erreicht hatte. Hier auch ein Video dazu, zusammengestellt aus meinen Instagram Stories.

Markusdom (Basilica die San Marco)

Das innere des Doms ist sehr sehenswert, auch wenn er am ersten Blick sehr düster wirkt. Bei genauerer Betrachtung erkennt man erst die schier unzähligen biblischen Mosaike. Insgesamt bilden sie über 4.000m² und ist somit die größte zusammenhängende Mosaikfläche der Welt. Es hat mehrere Jahrhunderte gedauert, die Steine zu legen. Nicht verpassen sollte man die oberen Stockwerke der Kirche, wo u.a die originalen Pferde von San Marco ausgestellt sind, die man eigentlich nicht fotografieren darf (sorry, ich bin ein böser Mensch!). Jene auf der Fassade sind nur nachgebaut.

Vom lang gezogenen Balkon hat man einen schönen Blick auf den Markusplatz. Rechts davon kann man den Uhrenturm sehen. Ausführliche Infos findest du auf der Homepage. Für den Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen.

Auch hier hat das Hochwasser zugeschlagen. Für die Bausubstanz natürlich sehr tragisch, fürs Foto dafür einzigartig: Ein Innenraum im Dom steht unter Wasser.

 

Venedig_Venezia-99_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-99_Markuszia-100_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-105_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-96_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-98_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-107_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-102_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-95_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-101_Markusdom (Basilica die San Marco)
Venedig_Venezia-104_Markusdom (Basilica die San Marco)

Campanile

Direkt neben dem Markusdom steht dieser aus Ziegelsteinen erbaute 99 Meter hohe Turm. Heute fährt ein Aufzug in den Glockenturm. Eintritt sind 8€. Den Ausblick von oben sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Man hat einen wunderbaren Ausblick auf alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Venedig_Venezia-164_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-169_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-162_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-168_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-167_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-161_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-163_Campanile_Aussicht
Venedig_Venezia-165_Campanile_Aussicht

Dogenpalast (Palazzo Ducale)

Gleich direkt neben dem Markusdom befindet sich ein weiteres Highlight Venedigs. Hier können sich lange Schlangen am Eingang bilden. Es empfiehlt sich also vorab eine Sammelkarte für Museen auf dem Markusplatz (17€) oder einen Museumspass für alle städtischen Museen (24€) hier zu kaufen.

Mit dem Museumspass gelangt man durch die “fast lane” (hier rechts) ins Innere. Wir waren innerhalb von 3 Minuten im Innenhof.

 

Venedig_Venezia-46_Dogenpalast (Palazzo Ducale)
Venedig_Venezia-47_Dogenpalast (Palazzo Ducale)

Das 1438 errichtete Regierungsgebäude der Dogenrepublik beherrscht den Platz. Nachdem man das Gebäude auf einen hat wirken lassen, geht es nach Abgabe des Rucksacks (wie beim Markusdom) ins Innere des Palastes. Dort begibt man sich auf einen Rundgang durch die zahlreichen Prunkräume, in denen auch Gemälde von vielen heimischen Malern ausgestellt werden. In einem der Räume befindet sich das mit 7×22 Metern größte Ölgemälde der Welt.

Nicht verpassen (der Zugang ist nicht leicht ersichtlich) sollte man den 2. Stock des Dogenpalastes. Auf früheren Geheimwegen gelangt man über enge labyrinthische Gänge und Treppen zu den Kerkern und Folterkammern und geht schließlich über die berühmte Seufzerbrücke.

Seufzerbrücke

Durch die filigranen Fensteröffnungen der überdachten Seufzerbrücke (bei Besuch des Dogenpalastes kann man drüber gehen, siehe letzte Fotos oben), konnten die Gefangenen einen letzten Blick auf ihre Freiheit werfen, bevor sie in den Verließen schmoren mussten. Die Zellen waren bei Hitze wohl unerträglich. Schlimmer waren nur die kalten Kellerzellen, die sich im Keller befanden und bei Acqua Alta auch immer wieder überschwemmt wurden. Ein grauenvoller Gedanke. Einer ihrer berühmtesten Insassen war “Casanova”. Es gibt übrigens sogar eigene Führungen dieses Teiles. Während unseres Besuches war es aber geschlossen- wohl eben wegen dem Hochwasser.

Das Foto unten zeigt die Brücke von der man fotografiert, das Foto rechts den Blick auf die Seufzerbrücke. Dazu geht man aber einfach außerhalb des Palastes am Meer entlang. Von der nächsten Brücke aus sieht man gleich die Seufzerbrücke.

 

Venedig_Venezia-36_Brücke mit Sicht auf Seufzerbrücke
Venedig_Venezia-37_Seufzerbrücke

Museo Correr

Dieses Museum im napoleonischen Flügel der Prokuratien am Markusplatz direkt gegenüber dem Markusdom untergebracht. Vom Cafè (mit normalen Preisen) im ersten Stock hat man übrigens einen sehr schönen Blick auf den Platz und dem dahinter liegenden Dom.

Das Museum hat im Grunde zwei Abteilungen: Zuerst geht es durch die Prunksäle, in denen die österreichische Kaiserin Sissi Mitte des 19 Jahrhunderts wohnte.  Hier befindet sich eine Sammlung zur Stadt- und Kulturgeschichte Venedigs. Besonders beeindruckend ist der Ballsaal.

Im zweiten Stock befindet sich eine Gemäldegalerie mit Werken des 14-16 Jahrunderts. Der Eintritt ist im Museumspass inkludiert. http://correr.visitmuve.it/en/home/

 

Venedig_Venezia-108_Museo Correr

Rialtobrücke (Ponte di Rialto)

Sie ist einer der bekanntesten Brücken der Stadt. Mit einer Länge von 48 m und einer Breite von 22 m führt sie über den Canale Grande von San Marco nach San Polo. Wie bei fast allem in Venedig gilt: früh da sein, sonst ist sie voll. Ein einsames Foto wird auf dieser Brücke kaum gelingen. Allerdings hat man von beiden Seiten einen wirklich wunderschönen Ausblick auf den größten Kanal Venedigs. In der Calle del Fontego bei der Rialtobrücke befindet sich übrigens auch das Einkaufszentrum T Fondaco dei Tedeschi. Wir haben es nicht besucht (es hatte noch nicht geöffnet), von der Terrasse hat man aber angeblich einen schönen Blick auf den Kanal.

 

Venedig_Venezia-15_Rialtobrücke _Ponte di Rialto
Venedig_Venezia-16_Canale Grande von der Rialto Brücke

Libreria Aqua Alta

Diesen kleinen Buchladen kann ich nur jedem ans Herz legen. Er liegt etwas versteckt in einer kleinen Seitenstraße Calle Longa S. Maria Formosa, 5176/b. Die Bücher selber sind natürlich fast alle auf italienisch, zudem sind sie recht feucht und verwellt- was wohl auch an dem Hochwasser gelegen hat. Ein kleiner Teil des Buchladens war unter Wasser.

Am hinteren Ende des Ladens findet man aber die berühmte Treppe, die aus alten Büchern gebaut wurde- ein echter Fototipp. Wenn man die Treppe erklimmt, kann man einen Blick über den Kanal werfen. Innen hat man ebenfalls noch einen schönen Ausblick auf den davor liegenden Kanal. Früh dort sein, da sich der Laden schnell füllt und Instagramer für das Foto regelrecht ansehen. Öffnet um 9:00h

Ponte de Chiodo

Campo San Moisè

Angeblich haben nur 2 Brücken in ganz Venedig kein Geländer. Diese Brücke ist ein davon. Die andere ist die Teufelsbrücke auf der Insel Torcello.

Venedig_Venezia-11_Ponte de Chiodo
Venedig_Venezia-28_Campo San Moisè

Der versteckte Steg am Hotel San Moisè

Das nächste Fotomotiv  ist besonders bei Instagrammern beliebt. Normalerweise findet man auf Instagram Fotos, bei denen Leute lässig am Holzsteg sitzen und den Gondeln im Kanal nachblicken…

Tja, bei Hochwasser sieht es etwas anders aus, ist aber nicht minder schön. Sandra steht hier mit Gummistiefeln im Wasser am Holzsteg, von dem Mädels sonst im sitzen ihre Füße baumeln lassen. Aufgrund des Hochwassers sind die Gondeln gezwungen hier umzudrehen, da sie nicht mehr unter die Brücke weiter hinten im Kanal durchpassen. Ein wirklich schönes Erlebnis, da wir sie in aller Ruhe beobachten konnten, da kein Mensch hier herkommt.

Wie gelangt man hierher? Ich verrate es euch. Gebt am besten das Hotel San Moisè auf Google Maps ein. Der Steg liegt in einer ruhigen Seitengasse, nur ein paar Meter entfernt vom Hauptgetümmel.

Venedig_Venezia-31_Der versteckte Steg am Hotel San Mois
Venedig_Venezia-30_Der versteckte Steg am Hotel San Mois

Scala del Bovolo

Diese Wendeltreppe befindet sich im Stadtviertel San Marco in der Nähe des Campo Manin.

Lange war er wegen Renovierung geschlossen, aber 2018 wurde er wieder eröffnet. Vom Kuppelraum hat man einen hervorragenden Blick über die gesamte Stadt. Zur Zeit unseres Besuches fing es aber richtig zu schütten an, zudem schienen ganze Busse an Touristen hier angekarrt worden zu sein, sodass wir auf einen Besuch des Inneren verzichteten.

Am zweiten Foto sieht man das Gebäude noch vom Campanile am Markusplatz aus betrachtet.

 

Venedig_Venezia-117_Scala del Bovolo
Venedig_Venezia-117a_Scala del Bovolo

Calle Seconda de la Fava

Von hier hat man ebenfalls einen sehr schönen Blick auf einen Kanal mit vielen Gondeln. Bei der Bäckerei “Farini” ums Eck haben wir uns 2 mit Pistazien gefüllte Croissants gekauft, die wir dann auf der Brücke zum Frühstück verspeisten. Lange konnten wir die Aussicht allerdings nicht genießen, da mit jedem Bissen und herabfallenden Bröseln die Tauben mehr wurden. Trotzdem ein sehr schöner Stopp für zwischendurch, wenn man in der Gegend ist.

 

Venedig_Venezia-82_Calle Seconda de la Fava

Der schiefe Turm von San Giorgio dei Greci

San Giorgio dei Greci ist eine griechisch-orthodoxe Kirche im Stadtteil Castello. Um zu diesen Fotopunkt zu gelangen, geht ihr beim Markusdom vorbei an der Seufzerbrücke und immer am Meer entlang. Von der dritten Brücke aus (Riva degli Schiavoni) könnt ihr diesen schiefen Turm sehen.

Venedig_Venezia-39_Der schiefe Turm von San Giorgio dei Greci_

Santa Maria della Salute

Sie ist einer der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten in Venedig. Besonders gut kann man die berühmte barocke Basilika von der Fähre am Canal Grande (siehe unten) oder vom Campanile (siehe oben) fotografieren. Sie ist einer der beiden Votivkirchen Venedigs.

Venedig_Venezia-32_Santa Maria della Salute_
Venedig_Venezia-121b_Canale Grande_Santa Maria della Salute_

Steg beim Markusplatz

Direkt beim Ausgang vom Markusplatz in Richtung Meer befindet sich ein sehr netter Steg mit zahlreichen Gondeln zum fotografieren. Dahinter hat man einen schönen Ausblick auf die vorgelagerte Insel San Giorgio Maggiore.

Venedig_Venezia-35b_Gondeln mit Blick auf Nachbarinsel
Venedig_Venezia-35_Gondeln mit Blick auf Nachbarinsel
Venedig_Venezia-32a Gondeln
Venedig_Venezia-34_Gondeln mit Blick auf Nachbarinsel

Canale Grande

Dies ist die “Hauptstraße” Venedigs. Hier kann man eine Sehenswürdigkeit nach der anderen sehen, darunter  200 Palazzi und 15 Kirchen. Alle aufzuzählen würde den Rahmen meines Blogs sprengen. Kein Wunder also, dass hier jede Menge los ist. Hier ein paar Eindrücke. Unter dem Punkt Unterwegs in Venedig findet ihr auch noch ein Video.

Restfotos

Dies mag vielleicht nach einem unrühmlichen Punkt klingen, ist es aber nicht. Wie schon anfangs erwähnt, ist eigentlich ganz Venedig eine Sehenswürdigkeit. So kann man in so einen Blog nicht jeden einzelnen Platz beschreiben. Darum habe ich hier einfach noch eine Reihe netter Fotos von Sehenswürdigkeiten, Plätzen und Kanälen, bei denen man vorbeikommt, so z.B. die Campo Santa Maria Formosa, Campo ss Apostoli, Campo San Geremia mit Kirche Chiesa di San Geremia oder die Chiesa die Santa Maria dei Miracoli.

 

Unterwegs in Venedig

Eine Fahrt mit dem Vaporetto (öffentlicher Wasserbus) sollte man sich dennoch nicht entgehen lassen, auch wenn der Preis für eine Einzelfahrt von 15€ zunächst sehr abschreckend wirkt. Seht euch aber doch mal die Routen und Möglichkeiten genauer an. So kostet eine Tageskarte nur noch 20€, oder ein 2-Tagesticket 30€.

Wir haben uns für diese entschieden und sind danach öfters in Venedig mit diversen Booten/Fähren gefahren. Man ist zu Fuß zwar oft schneller unterwegs, doch hat so eine Bootsfahrt seinen eigenen Flair. Ebenfalls in den Tagestickets inkludiert sind Ausflüge nach Burano, Murano und den anderen umliegenden Inseln. Auch das haben wir gemacht- hier der Bericht dazu.

Unterkunft

Unsere Wohnung Regina Elena haben wir über booking.com gebucht. Sie liegt gut gelegen im Viertel Cannaregio. Vom Flughafen geht eine Fähre direkt zum Anlegestation “Guglie”. Von dort sind es nochmal 5 Minuten zu Fuß. Erst am zweiten Tag haben wir bemerkt, dass die Fährenstation S. Marcuola-Casino noch näher und praktischer ist, da sie direkt am Canale Grande liegt, wo die meist benutzen Fähren der Linie 1 und 2  auf- und abfahren.

Die Wohnung selber ist im venezianischen Stil gehalten. Die Wohnung liegt im Erdgeschoss, doch besteht wohl keine Gefahr für Hochwasser. Über einen schmalen Gang gelangt man zur Küche, die alles notwendige enthält. Es folgt ein weiterer Vorraum mit einer langen Couch, die auch als Bett verwendet werden könnte. Links davon liegt das Schlafzimmer mit sehr großem und äußerst bequemen Doppelbett. Daneben befindet sich das sehr geräumige Badezimmer mit 2 Waschbecken und Whirlpool Badewanne. Alles in allem eine sehr schöne Wohnung zu einem guten Preis- Leistungsverhältnis.

Einen Nachteil hat sie allerdings: Während unserer Anwesenheit hat sie etwas gemüffelt. Vielleicht liegt es an dem Hochwasser, welches die Woche zuvor geherrscht hat, vielleicht auch daran, dass der Sommer gerade vorbei war und noch kaum geheizt wurde (bei uns dann schon, um den Geruch zu vertreiben). In Summe war aber alles fein.

Supermarkt in der Nähe

In der Nähe gibt es mehrere (eher durchschnittliche) Restaurants. Ums Eck ist auch ein Spar Supermarkt “Despar” (ja, das ist wirklich ein Foto vom Spar und keinem Museum). Tipp: Kassenzettel mitnehmen, sonst kommt man nicht mehr durch die elektronische Schranke hinaus (mehr dazu siehe bei Restaurants gleich drunter).

Restaurants

In Venedig gibt es ca. 1.500 Restaurants, Tavernen oder Kneipen. Vom Preis her sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Doch keine Sorge, für jeden Geldbeutel findet man etwas passendes. Egal ob Pizza to go oder einen Haubenkoch. Beides habe ich hier aber nicht wirklich beschrieben. Fast Food Restaurants wie McDonalds (den es hier auch gibt) brauche ich nicht zu beschreiben, und für Haubenküche fehlt mir das nötige Kleingeld. Hier findest du aber gute und charmante Restaurants der Mittelklasse.

Übrigens ist die Mehrwertsteuer in Italien immer inbegriffen, und die Rechnung solltest du immer mitnehmen. Die Steuerpolizei macht Kontrollen und ohne Kassenzettel drohen gewaltige Strafen- sowohl für den Betreiber als auch den Kunden!

Trinkgeld ist in Italien üblich, wenn auch in der Höhe nicht so viel erwartet wird wie in Österreich oder Deutschland. „Coperto“ (Gedeck inklusive Brot) ist auf jeder Rechnung erhalten und macht meistens so ca. 2€ pro Person aus.

 

Taverna Scalinetto

Calle del Dose Castello No. 3803; http://www.tavernascalinetto.it/

Diese sehr nette Taverne liegt unweit des Markusplatzes und der Seufzerbrücke, in einer kleinen Seitengasse entlang des Hafens. Also wir um 12.00h ankommen, ist sie noch komplett leer. Eine Stunde später ist jeder Tisch besetzt. Das etwas schummrige Ambiente bei Kerzenlicht gefällt uns ausgesprochen gut.

Die Preise sind angesichts der Lage sehr fair. Wir bestellen und “Bruschetta mit Tomaten” als Vorspeise. Also Hauptgang nehmen wir die “Spaghetti alla Bùsara” und die mit Ende gestopften Ravioli. Beides schmeckt uns wirklich ausgezeichnet. Dieses Restaurant kann ich uneingeschränkt empfehlen.

 

Alla Palazzina

Calle dei Ormesini, 1509; http://www.ristoranteallapalazzina.it  

Am ersten Abend wollten wir einfach ein Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft nehmen. Entweder sprechen sie uns aber nicht an, oder sie sind bis zum bersten gefüllt. Schließlich hatten wir im Alla Palazzina “Glück”. Wir ergattern einen letzten freien Tisch. Zugeben, der Wirtshaus Stil entspricht voll und ganz unseren Vorstellungen. Die Getränke bekommen wir eine halbe Stunde nach Bestellung. Bis das Essen kommt, dauert es über eine Stunde.

Der Salat schmeckt nach gar nichts, dazu sind die Tomaten wie aus dem Gefrierfach. Gnocchi und Ravioli schmecken nach gar nichts, außer Öl und Salz. Dieses Restaurant sieht uns garantiert nicht wieder.

 

Al Parlamento

Sestiere Cannaregio, 511; http://www.alparlamento.it/

Auch dieses Restaurant befindet sich so wie das “Alla Palazzina” im Stadtteil Cannaregio in Gehweite zu unserer Unterkunft, ganz in der Nähe der Fährenstation “Guglie”. Hier gehen wir eigentlich nur hinein, da es in Strömen regnet und wir richtig Hunger haben. Die Einrichtung innen ist eher steril aber modern. Nicht so unser Geschmack, also erwarten wir uns nicht zu viel. Umso größer die Überraschung. Die Pizzen sind wirklich erstaunlich gut und mit 9,5€ für Venedig auch noch sehr preiswert. Genau das Richtige, für eine gute und billige Mahlzeit zwischendurch.

Nur weniger Meter entfernt befindet sich übrigens die #2 von ca. 1.400 Restaurants in Venedig, das Cocaeta – Non le solite Crepes, welches für seine ungewöhnlichen Crepes berühmt ist. Nach der Pizza haben wir aber keinen Hunger mehr. Als wir 2 weitere Male hier vorbei gehen, hat es immer geschlossen. Wer Lust auf einen Crepe hat, sollte also die Öffnungszeiten (Mo und Di geschlossen, sonst 9:30-16:30) beachten.

 

Antica Osteria Ardenghi

Cannaregio, 6369A; https://www.anticaosteriaardenghi.it/

Von unserem Fehler am Vorabend bei Alla Palazzina haben wir gelernt und reservieren ab sofort einen Tisch für den Abend vor. Das Antica Osteria Ardenghi ist Nr. 187 von 1 339 auf Tripadvisor. Vielleicht nicht der allerbeste Rang, dafür sieht es aber umso gemütlicher aus. An der Wand hängen dutzende Fotografien aus alten Zeiten, wahrscheinlich vom Besitzer selbst. Die alten Holzbalken an der Decke unterstreichen den rustikalen Eindruck. HIer gibt es nur etwa eine dutzend Tische und nur ebenso viele Speisen.

Als Vorspeise bestellen wir uns “Gemischte Gemüse von Jahreszeit”. Wir bekommen 2 Pilze um 6€, die wir doch als übertrieben teuer empfinden. Als Hauptgang nehmen wir die “Bigoli Ardenghi”- eine Art Nudel mit Venusmuscheln und Skampi um 19€ sowie einen Wolfsbarsch um 20€, welches aber nur aus einem Filet und sonst nichts besteht. In Summe ein Restaurant in extrem netten Ambiente, die Preise lassen aber doch etwas zu Wünschen übrig.

 

Osteria da Alberto

Calle Giacinto Gallina, 5401; https://www.osteriadaalberto.it/

Auch hier haben wir wieder vorreserviert, da es nur wenige Tische gibt. Abermals ist die Einrichtung genau nach unserem Geschmack. Alte Holzbalken um die Decke zu stützen, Weinflaschen in Regalen, kleine gemütliche Tische, Pfannen, Töpfe und viel Krimskrams an den Wänden. Auch hier ist die Karte recht überschaubar. Als Vorspeise gibt es einen Oktopussalat, der erstaunlich ausgiebig ist. Nur den Sellerie darin finde ich etwas gewöhnungsbedürftig.

Sandra bestellt den Codfish (Kabeljau) nach venezianischem Stil. Wir erwarten wieder ein Filetstück, doch es kommt ganz anders. Es kommt ein Brei mit Fischstücken und Unmengen an Käse. Es schmeckt gut, ist aber extrem intensiv und gehaltvoll.

Ich trau mich zum ersten Mal über einen venezianischen Klassiker: Tintenfisch in der eigenen Tinte. Ok, das ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Schmeckt nicht schlecht, aber mein persönlicher Klassiker wird es nicht. In Summe sind wir aber mit Alberto sehr zufrieden.

 

Das war es mit dem Zentrum von Venedig, doch es gibt noch viel mehr zu sehen. Wer mehr als einen oder zwei Tage in der Stadt ist, sollte sich unbedingt die Nachbarinseln Burano oder Murano ansehen. Doch dazu mehr im nächsten Bericht.

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