Teneriffa- Nationalpark Teide

Teneriffa- Nationalpark Teide

Den Pico del Teide, manchmal auch Teyde, kann man praktisch nicht übersehen, wenn man auf Teneriffa Urlaub macht. Der mit 3715 m höchste Berg Spaniens liegt mitten auf der Insel und ist daher von überall zu sehen.

Wir besichtigen den Nationalpark “Las Cañadas del Teide” zunächst vom Orotavatal im Norden aus, an einem anderen Tag machen wir eine Rundfahrt vom Süden aus. Es lohnt sich wirklich am Vormittag aufzubrechen, da der Verkehr mit jeder Stunde zunimmt. Wir fahren um ca. 9:00h los. 

Achtung: auf dem Berg können oft ganz andere Temperaturen als im Tal herrschen. Noch 3 Wochen vor unserer Anreise war der Gipfel des Teide komplett mit Schnee bedeckt und die Straßen hinauf waren aufgrund des starken Schneefalls unpassierbar. 

HIER findet ihr eine Webcam und Wetterdaten der Sternwarte für Astrophysik, die sich am Berg befindet.

Der Nationalpark vom Orotava Tal aus:

Von Puerto fährt man eine sehr gut ausgebaute Straße hoch. Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich. Man passiert die entzückende Stadt “La Orotava” (hier beschreiben wir sie, doch empfehle ich, dieses Städtchen mal gesondert zu erkunden). Es geht weiter die nicht sehr gewundene Serpentinenstraße hoch. Man kommt auf der perfekt asphaltierten Straße gut voran.

Mehrere Restaurants liegen am Weg, nach ca. 45 Minuten kommt man zum Besucherzentrum “El Portillo Visitor Center”. Ein kurzer Stopp lohnt sich, um sich etwas zu akklimatisieren, da wir uns inzwischen doch auf ca. 2.000 Meter befinden. Hier wird ein etwa 10 minütiger Film über die Entstehung Teneriffas in spanischer Sprache gezeigt wird. Anderssprachige können sich Kopfhörer mit Synchronsprecher aufsetzen. Hinter dem Besucherzentrum liegt auch ein botanischer Garten, der bei unserem Besuch im Jänner jedoch leider nicht sehr viel zu bieten hat. Im Frühling sieht es da aber sicher anders aus. 

Am weiteren Weg gibt es immer wieder links und rechts der Straße lohnende Haltemöglichkeiten um Fotos zu machen. Die Vulkanlandschaft hier ist wirklich beeindruckend.

Die Seilbahn

Etwa 15 Minuten nach dem Besucherzentrum kommt man zur Talstation der Seilbahn. Tickets kann man sowohl hier, als auch vorab online bestellen. Online gibt es viele Seiten dazu. Da wir nicht hochgefahren sind, kann ich hier keinen Erfahrungsbericht abgeben.

Spanien, Teneriffa_213_Nationalpark Pico del Teide
...und warum wir nicht hochgefahren sind?

Die Talstation der Seilbahn liegt auf 2.356 Metern. Die Seilbahn hat ihre Endstation auf 3.555 Meter, die sie ohne Zwischenstopp erreicht. Das kann für so manchen Kreislauf recht anspruchsvoll sein. Wir haben in diesem Urlaub unser 7 Monate altes Baby dabei. Dieses Risiko (Übelkeit, Druckausgleich, etc.) wollen wir ihm nicht aussetzen. 

Als wir vor 2 Jahren den Mauna Kea auf Hawaii auf 4205 m hochgefahren sind, wurde mir trotz Pausen am Gipfel schwindlig. Dort wurde aber auch explizit davor gewarnt, was hier beim Teide wohl nicht nötig ist.

Die Seilbahn führt also auf 3.555 Meter, wo man schon sehr schöne Rundgänge machen kann.

Achtung: der Vulkan ist aber 3.715 hoch. Um die letzten paar Meter hinaufgehen zu dürfen, braucht man eine Genehmigung! Die könnt ihr hier beantragen.

Von der Talstation der Seilbahn geht es zu einem weiteren richtigen Highlight, den Roques de García wo sich auch das Hotel Parador de Cañadas del Teide befindet.

Roques de García

Diese Felsformationen gelten als eines der Wahrzeichen von Teneriffa. Auch hier lohnt es sich früh da zu sein, da sich der Parkplatz rasant füllt. Als wir um 10:30 einfahren, finden wir noch einen guten Parkplatz. 

Schon vom Parkplatz aus sieht man den bekanntesten Felsen der Formation – den Roque Cinchado, eine echte Erscheinung. Man fragt sich, wieviele Jahr er schon so am Sockel steht… und noch stehen wird.. 

Von hier führen gleich mehrere Wanderungen weg. Wir beschließen, eine kleine Wanderung gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Roque Cinchado zu machen. Der Weg ist wirklich gut ausgebaut. Man könnte ihn eventuell auch mit dem Kinderwagen gehen. Wir entscheiden uns allerdings, unseren Kleinen in die Trage zu nehmen. Für ca. 1,4 km gehen wir den perfekt ausgebauten Weg entlang, immer wieder bieten sich neue und wunderschöne Perspektiven auf die Gesteinsformation und die Vulkanlandschaft dahinter. Den Gipfel des Teide hat man natürlich auch ständig im Blick. An dieser Kreuzung der Wanderweg wird mir unser Kleiner dann doch etwas zu schwer- wir beschließen den gleichen Weg zurück zum Parkplatz zu gehen. Man könnte die Roques de García  nach weiteren 1,3km auch umrunden. Allerdings müssten man ins Tal absteigen, dort entlang gehen und am Ende zum Parkplatz wieder hochwandern.

Spanien, Teneriffa_362_Nationalpark Pico del Teide
Spanien, Teneriffa_364_Nationalpark Pico del Teide
Direkt beim Parkplatz

Wir gehen zum Parkplatz zurück. Am Ende dieser Straße (in U-Form), gehen wir den Hügel ein paar Meter hoch. Man kann ihn nicht verpassen, unzählige Touristen tummeln sich hier und machen selfies. Die meisten gehen (zum Glück) vom Parkplatz gar nicht weiter als zu diesem Punkt. Von hier hat man einen unglaublichen schönen Ausblick auf die Vulkanlandschaft.

Wir verlassen den Parkplatz und das anliegende Restaurant/Hotel und fahren die Straße weiter. Hier gibt es entlang der Straße wieder ein paar lohnende Aussichtsplattformen, an denen man Parken und den Teide mit den davor liegenden Gesteinsformationen bewundern kann. Nach wenigen Minuten spaltet sich die Straße der TF-21 im Park.

Spanien, Teneriffa_360_Nationalpark Pico del Teide
Rechts abbiegen Richtung Norden

Entweder man biegt rechts ab in Richtung Norden. Hier geht der Nationalpark in einen sehr schönen Wald mit Lavalandschaft über. Immer wieder gibt es nette Aussichtspunkte, die allerdings nicht mehr so spektakulär sind.

Links abbiegen Richtung Süden

Biegt man links ab, fährt man in Richtung des Städtchens Vilaflor. Kurz davor trifft man noch auf eine Parkeinbuchtung. Von hier aus führt eine Steintreppe hinab zu einer von einer Steinmauer umgebenen Terrasse. Dort steht der Pino Gordo – eine gewaltige Kiefer von 45 Metern Höhe und einem Stammumfang von 9 Metern.

Spanien, Teneriffa_367_Pino Gordo
Vilaflor

Im Jänner sollen hier die Mandelbäume der Gegend in ihrer vollen weißen Blüte stehen. Es ist der 10. Jänner, doch wir entdecken keinen einzigen blühenden Baum. Vielmehr scheinen einige abgebrannt zu sein, vielleicht sind wir aber auch nur einer Fehlinformation erlegen. Wir gehen jedenfalls Mittag essen.

Restaurant Casa Pana

Wir bestellen einen Kichererbseneintopf und einmal die Ziege. Anders als in allen anderen Restaurants in denen wir bislang auf Teneriffa waren, wird hier die Ziege nicht gegrillt, sondern geschmort serviert. Dadurch ist sie nicht so fett wie sonst und schmeckt wirklich ausgezeichnet. Am Ende sind wir so satt, dass wir uns die zu lecker aussehenden Nachspeisen noch einpacken lassen.

Calle Castaños, 7, 38613 Vilaflor,

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