Teneriffa- der Nordosten

Teneriffa- der Nordosten

Das Anagagebirge

Das Anagagebirge ist für uns eines der Highlights auf Teneriffa. Die Aussichten auf Berge und Dörfer in diesem Gebiet sind einzigartig und unbedingt einen Besuch wert. Die Straßen sind überraschend gut ausgebaut. Obwohl sie an einigen Stellen sehr schmal bis einspurig sind, ist die Fahrt auf den Serpentinenstraßen ein echtes Erlebnis. Hier sind unsere Highlights. Die Punkte findet ihr übrigens auch alle in meiner Karte unter “Teneriffa Wissenswertes & Vorbereitung” und könnt sie leicht über Google Maps ansteuern.

Aussichtspunkt
Mirador de Jardina

Oberhalb des Ortes Las Mercedes kommt man in das Anagagebirge. Schon nach wenigen Kurven gelangt man an diesen Aussichtspunkt auf der rechten Seite. Es stehen nur 5-6 Parkplätze zur Verfügung, aber man findet schon einen Platz.

Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Ort La Laguna und den Pico del Teide im Hintergrund. Der Ausblick ist noch viel schöner als auf dem Foto, da man hier fast einen Rundumblick hat.

Mirador Cruz del Carmen

Diese Aussichtsplattform befindet sich ca. 7-8 Minuten weiter, direkt bei einer kleinen Kapelle. Parkplätze gibt es hier mehr, doch auch der Besucheransturm ist größer. Hier hält auch der öffentliche Bus. Es gibt eine kleines Café und auch die Touristeninformation, welche bei unserem Besuch am 31.12. allerdings geschlossen hat.

Direkt vom Parkplatz führen auch 3 kleine Wanderungen weg. Die #1 ist für Rollstuhlfahrer oder Leuten mit Kinderwagen zu bewältigen und führt über einen Holzweg durch einen sehr hübschen Lorbeerwald. Der zweite und dritte Weg geht dann einfach weiter in den Wald hinein.

Kleiner Geheimtipp: wenn ihr zur Hauptstraße zurück fährt, biegt doch vorher rechts in die kleine Sackgasse ab. Hier befinden sich die “Camino viejo al Pico del Inglés”, also die Lehmwände am Pico del Inglés. Hierbei handelt es sich um Lehmwände, die von Menschenhand geschaffen wurden. Früher einmal waren dies Wege auf denen man Holz aus den Wäldern in das Tal gebracht hatte. Durch Regen wurden diese immer tiefer getreten bis diese Wände entstanden.

Die Fahrbahn finden wir einfach nur grandios 🙂

Mirador Pico del Inglés

Es geht weiter die Straße entlang Richtung “El Bailadero” zu diesem sehr schönen Aussichtspunkt. Parkplätze sind nur wenige vorhanden. Von der Aussichtsplattform kann man sowohl bis zum Teide hinüber schauen, als auch in den Norden des Anaga Gebirges.

Teneriffa, Aussichtspunkt Mirador Pico del Inglés
Teneriffa, Aussichtspunkt Mirador Pico del Inglés
Teneriffa, Aussichtspunkt Mirador Pico del Inglés
Teneriffa, Aussichtspunkt Mirador Pico del Inglés
Teneriffa, Aussichtspunkt Mirador Pico del Inglés
Chamorga

Wir steuern den kleinen Ort Chamorga an, der nordöstlichste Ort von Teneriffa. Hier befinden sich angeblich wunderschöne Terrassenfelder und ein paar nette kleine Restaurants.

Der Weg dahin ist jedenfalls wunderschön, da sich immer wieder unvergessliche Ausblicke auf das Gebirge und die Küstenlinie offenbaren. Schon am Weg entdecken wir sehr schöne Terrassenfelder.

Die extrem kurvenreiche Straße ist teilweise in den Fels geschlagen und führt durch natürlichen Urwald. Als wir ca. 45 Minuten später in Chamorga ankommen, ist uns schon etwas übel. Ob aufgrund der Serpentinen oder vor Hunger, können wir nicht genau sagen. 

Zu unserem Entsetzen sehen wir aber kein einziges Restaurant oder Lebensmittelgeschäft. Vielleicht haben sie auch nur am 31.12 geschlossen, doch entdecken wir nichts, das wie ein Restaurant aussieht. Auch die wunderschönen Terrassenfelder bleiben uns verborgen. Der Ort ist zwar lieb und nett, aber für uns eher sinnlos. Von hier führen allerdings die Wanderwege zu dem Leuchtturm “Faro de Anaga” weg, doch nach wandern ist uns jetzt nicht mehr zumute. Der Hunger lässt uns weiterziehen.

Playa del Roque

Unsere Chancen am 31.12. im Anagagebirge etwas zum Essen zu finden schwinden, weshalb wir hinunter an die Küste bei Taganana fahren. Am wunderschönen Playa del Roque befinden sich gleich mehrere Restaurants, die meisten davon Fischlokale. Wir entscheiden uns für das gemütliche Restaurant Roques de Anaga.

Wir bestellen uns den Tagesfisch “Fisch vom Strand”. 

Der kostet in Summe 34€ für 2 Personen, doch man bekommt einen großen Salat, die Papas Arrugadas Kartoffeln und eine gute Portion Shrimps in Olivenöl als Vorspeise dazu.

Das Essen ist gut und ausreichend, wenn auch in Summe etwas ölig (der Fisch wird auch in Olivenöl heraus gebraten). Doch der Ausblick vom Lokal auf die Felsküste ist einfach großartig.

Teneriffa, Anaga Gebirge- Playa del Roque
Teneriffa, Anaga Gebirge- Playa del Roque
Teneriffa, Anaga Gebirge- Restaurante Roques de Anaga
Teneriffa, Anaga Gebirge- Restaurante Roques de Anaga

Es gibt noch unzählige Aussichts- und Wanderpunkte im Anagagebirge, doch zeitlich kann man an einem Tag nicht alles besuchen. Falls es euch interessiert, könnt ihr aber auch die folgenden ansteuern: Bejía Baja, Mirador Batán, Mirador Fuente del Lomo, Mirador Benijo oder Anaga Senderos de Poesía XV.

San Cristóbal de La Laguna

Kurz auch meistens nur La Laguna genannt.

Wir besuchen die kleine Stadt am 1.1.2020, also am Feiertag nach Neujahr. Leider haben deswegen alle Geschäfte, Museen und Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa geschlossen. Nur ein paar wenige vereinzelte Cafés haben geöffnet. 

In der Fußgängerzone ist dementsprechend kaum etwas los, trotzdem ist das Stadtbild äußerst entzückend. Die jahrhundertalten bunten Gebäude sind wunderschön restauriert. Nicht umsonst ist La Laguna seit 1999 UNESCO Kulturerbe. Die Stadt lässt sich in weniger als 2 Stunden erkunden, in unserem Fall leider noch weniger, da alles zu hat. Hier trotzdem ein paar Eindrücke von der Kirche “Iglesia de la Conception”, vor der gerade eine Bühne abgebaut wird, der Fußgängerzone, der Catedral de Los Remedios (1511 erbaut) oder dem Convento San Agustin.

Restaurant

L’amuse bouche heißt das Restaurant vom Casino am Ende der Fußgängerzone. Der Garten des Belle Epoque Hauses ist einfach umwerfend. Es werden kleine kanarisch-spanisch-internationale Küche geboten. Überraschenderweise zu sehr leistbaren Preisen (so ca. 7€/Speise). Die Bedienung ist überaus freundlich und zuvorkommend. Zum Glück hat das Restaurant selbst am 1.1 geöffnet.

Candelaria

Berühmt ist Candelaria vor allem für ihre Basilika. Alljährlich gibt es am 14. und 15. August große Pilgerfahrten hierher. Als wir um 9:00h vormittags ankommen, wirkt das kleine Städtchen wie ausgestorben. Wir parken am großzügigen Parkplatz direkt am Hafen, ca. 500 Meter von der Basilika entfernt. (Parken für 2std kosten 80 Cent).

Ein paar Meter in Richtung Basilika steht wohl die beeindruckendste Weihnachtskrippe, die ich je gesehen habe, nicht nur auf Teneriffa. Über 10 Meter lang, detailgetreu mit Häusern, Kirchen, Bergen, Vulkanen und sogar echten Wasserfällen. Wir kommen aus dem staunen nicht mehr heraus.

Durch die Fußgängerzone geht es zur Basilika- die Geschäfte sind fast alle noch geschlossen. Auch am Hauptplatz vor der Basilika ist nichts los. Am Hafen stehen neun einsame überlebensgroße Brozeplastiken von einem einheimischen Bildhauer. Alles wirkt etwas verlassen, in der Basilika selber sieht es nicht anders aus. Die Basilika ist innen sehr schlicht, ohne bedeutende Kunstwerke.

Wir spazieren noch durch die kleine Altstadt und suchen geeignete Winkel um die Basilika schön ablichten zu können.

Im Dominikanerkloster nebenan ist ebenfalls keine Menschenseele, doch findet gerade eine Ausstellung des spanischen Künstlers Pablo Roma statt. Er zeigt Bilder von musikalischen Größen der Geschichte. Genau das Richtige für jemanden, der in der Musikbranche arbeitet 🙂 Ich kaufe ein Kurt Cobain Gemälde.

Santa Cruz de Tenerife

Die Hauptstadt von Teneriffa ist sicherlich kein Ferienort- hier pulsiert das normale kanarische Leben. 220.000 Leute wohnen hier, die Autobahn, welche in die Stadt führt, ist teilweise 4-spurig. Ist sie sehenswert?

Nunja, sagen wir so: es gibt durchaus sehenswerte Stadtteile im Zentrum.

Unser Michael Müller Reiseführer empfiehlt uns am Parkplatz nähe des Busbahnhofs zu parken. Wir fahren irrtümlich in die Parkgarage davor, belassen es aber dabei. (Hier kostet die Stunde 1,5€ oder max 15€/Tag. Der Parkplatz draußen wäre gratis, sofern man einen Platz findet.)

Konzerthaus Auditorio

Das geschwungene Gebäude erinnert etwas an das Opernhaus von Sydney. Allerdings ist es von der Nähe betrachtet bei weitem nicht so schön. Wir kommen von der Hauptstraße, an der dutzende LKW’s vorbeirauschen. Von dieser Seite gesehen, ist das Gebäude wenig ansehnlich. Erst als wir auf dem Platz auf der anderen Seite sind und das Konzerthaus von diesem ruhigen Platz aus betrachten, können wir es etwas mehr wertschätzen.

Parque Maritimo

Direkt daneben befindet sich übrigens wieder einmal ein “Kunstwerk” von César Manrique, eine städtische Badeanlage.

Markthalle “Mercado de Nuestra Senora de Africa”

Wir gehen wieder in Richtung Innenstadt, vorbei an unserem Parkplatz. Rechts liegt der unschöne Hafen, wir biegen links in die Stadt ein. Schon nach ein paar Minuten entdecken wir diese markante Markthalle im arabischen Stil

Hier werden Früchte, Käse, Fleisch, Fisch, Fastfood und allerlei angeboten.

Spanien, Teneriffa_Markthalle “Mercado de Nuestra Senora de Africa”

Wir verlassen die Markthalle auf der gegenüberliegenden Seite und gehen die “Calle de las Norias” hinunter, in der wir später übrigens Paella essen. Die “Calle de las Norias” wird übrigens nur so genannt, eigentlich heißt sie “Calle Antonio Dominguez Alonso”. Warum? 

Weil früher hier Schöpfräder standen…als wären die Namen nicht schon schwer genug. Jedenfalls ist am Ende dieser Straße die Kirche…

Nuestra Señora de la Concepción

Gebaut wurde diese Kirche im 15. Jahrundert, die während unseres Besuches leider geschlossen war. Trotzdem von außen ein schöner Anblick.

Plaza España

Wir gehen parallel den Hafen entlang und stoßen direkt an diesen großzügig gestalteten Platz, in dem seit 2008 ein Meerwassersee glitzert… so die Beschreibung online. 

Also wir ankommen, sind gerade einmal ein paar hundert Liter Wasser in der Kloake. Jede volle Stunde soll hier ein Geysir aufsteigen. Außer Chlorgeruch steigt hier jedoch nichts auf. Egal von welchem Winkel, ein schönes Foto gelingt mir hier nicht.

Spanien, Teneriffa_201_Santa Cruz de Tenerife, Plaza España

Links geht es hinauf zu einer der wohl meistbesuchten Einkaufsstraßen Teneriffas, mit Burger King, Mc Donalds, KFC… eh schon wissen.

Biegt man hier nach ca. 100 Metern kurz links ab, kommt man auf den wunderschönen Platz mit der Kirche “Iglesia de San Francisco”, einer schönen Klosterkirche mit Holzdecke aus dem 17 Jahrhundert. Direkt daneben befindet sich das “Tribunal Superior de Justicia de Canaris” in einem sehr schönen Gebäude.

Restaurants

Am Ende genehmigen wir uns noch in der vorher erwähnten “Calle de las Norias” eine Paella im Restaurant “El Lagar”. Ich finde sie OK, allerdings auch nicht berauschend. Die Meeresfrüchte Paella kostet schlappe 24€ für 2 Personen, wirklich günstig also. Es gibt aber zahlreiche Restaurants in dieser Fußgängerzone, da ist sicher für jeden was passendes dabei. Wir finden die Gasse jedenfalls richtig gemütlich und bleiben gleich 2 Stunden.

Achtung: vor 13:00h öffnet keines der Lokale, schließlich sind wir hier in keiner Tourizone, sondern in der Hauptstadt von Teneriffa.

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