Südafrika, Garden Route: Tsitsikamma National Park / Storm River Valley

20. Mai, Tag 11: Garden Route: Storm River Valley: Tsitsikamma National Park

Storm River Valley/ Stormsrivier

Unterkunft

Schon am Abend zuvor hatten wir im Pear Tree Cottage im Storm River Valley in unmittelbarer Nähe zum Tsitsikamma National Park eingebucht. Nicht umsonst hat diese Unterkunft so gute Bewertungen auf booking.com.

Das Haus ist klein aber absolut entzückend und geschmackvoll eingerichtet. Es liegt mitten im Ort, verfügt aber über einen extrem weitläufigen und wunderschön angelegten Garten. Hier hat man sich wirklich bei jedem Detail etwas überlegt. Auf der Terrasse kann man gemütlich chillen, Grillen, Kochen usw. Eigentlich ist vor dem Haus ein kleiner See, der aber zu unserer Besuchszeit trocken ist. “Pear Tree Cottage” ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in der Gegend, wie den Tsitsikamma Park.

 

Der Ort und Restaurants

Der Ort selber ist klein, niedlich und verfügt über mehrere Restaurants, einen kleinen Supermarkt, Liquor store und ähnliches. Das Schönste aber ist, dass man sich hier frei bewegen kann. Hier ist zum ersten Mal nichts eingezäunt oder verbarrikadiert und man hat ein absolut sicheres Gefühl auf der Straße.

Am Vorabend essen wir im “Village Inn”, dessen Dekor sehr an die Kolonialzeit erinnert. Wir bestellen uns “Groundnut & Cashew, Butternut Chicken” sowie das “”Malayan Lamb Curry”. Beides ist wunderbar gewürzt und schmeckt uns ausgezeichnet. Dazu bestellen wir eine Flasche Wein um 70 Rand- echt günstig wie wir finden. Übrigens ergeben in Südafrika immer 4 Gläser eine Flasche!

Das Highlight ist aber der Malven Pudding- der ist hier einfach der Hammer. Achtung: eine Portion reicht total für 2 Personen!

 

Tsitsikamma National Park

Vom “Storm River Valley” fährt man nur wenige Minuten bis zum Park. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Der Tsitsikamma Park ist der erste Meeres-Naturschutzpark Afrikas und ist 68 km lang. Hier kann man eine Reihe von Wanderungen unternehmen, manche davon mehrere Tage lang.

Eintritt in den Park sind 218 Rand (knapp 15€) pro Person und Tag- ziemlich gesalzen wie wir finden.

Suspension Bridge

Wir wollten zunächst die Suspension Bridge besuchen, da diese später am Tag stärker besucht sein soll.

Als wir am Parkplatz ankommen ist es 8:20. Wir sind das erste Auto. Von hier aus einfach den Schildern folgen, es ist nicht zu verfehlen. Die hübsche und unanstrengende Wanderung zur Brücke dauert ca. 20 Minuten in eine Richtung. Auch als wir ankommen, ist noch niemand da, sehr schön. Zeit für Fotos. Wir besichtigen die Brücke von verschiedenen Standpunkten.

Wenn man die Brücke überquert, kann man auch noch zum “View Point” gehen. Spontan entscheiden wir uns dazu.

Der Weg ist steil und schon nach ein paar Minuten hat man die erste gute Aussicht (ich nehme vorweg, sie wird auch nicht besser).

Wir quälen uns den Berg hinauf. Zwar ist der Weg gut mit natürlichen und hölzernen Stufen versehen, trotzdem ist der Weg recht beschwerlich. Als wir eine halbe Stunde später oben ankommen, sind wir doch recht erledigt. Normalerweise wird man an dieser Stelle durch eine herrliche Aussicht belohnt. Nicht aber in diesem Fall. Den “View Point” hätten wir uns echt sparen können. Die Aussicht ist absolut unspannend von hier oben. Ich rate euch also echt von dem “View Point” ab. Spart euch Zeit und Kraft.

Im Restaurant im Park (direkt beim Parkplatz), stärken wir uns mit einem kleinen Frühstück. 

Von dort sehen wir die Wellen gegen die Felsen peitschen, und in der Ferne können wir eine Robbe beobachten, die mit ihrem Essen spielt, indem sie ständig eine Krake durch die Luft wirbelt.

Otter Trail Wanderung

Diese Wanderung beginnt am Storm River Mouth Restcamp, nur ein paar hundert Meter vom Suspension Bridge Parkplatz entfernt. Wir machen nur den ersten Teil der Wanderung, der mit 3 Stunden veranschlagt ist. Eigentlich kann man diesen Weg aber 5 Tage gehen, insgesamt 42 km der Küste entlang.

Waterfall Trail (erster Teil des Otter Trail)

(und auch diesen Teil mussten wir leider wegen Rutschgefahr im Regen abbrechen)

Wir starten am Parkplatz. Zunächst muß man an ein paar Hütten vorbei, die man für Nächtigungen direkt im Park mieten kann. Am Ende des Weges findet man das Schild, welches den Beginn des Otter Trails markiert. Als wir los marschieren ist es zwar stark bewölkt, doch es regnet nicht.

Der Weg führt durch einen wunderschönen, naturbelassenen Urwald. Der Weg ist zunächst sehr einfach zu gehen, ist mehr ein Spaziergang als eine Wanderung. Immer wieder führt er am Meer vorbei und bietet wunderbare Aussichten. Dementsprechend oft bleiben wir stehen um die Aussicht aufs Meer oder den Urwald zu genießen. Nach einer halben Stunden ändern sich die Gegebenheiten schlagartig. Man klettert über recht schroffe Felsen und kommt nur noch langsam voran. Wäre der Weg nicht immer wieder durch gelbe Markierungen ausgewiesen, würden wir gar nicht glauben, dass man hier gehen soll. Vorbei ist es mit dem kinderfreundlichen Spaziergang!

Leider fängt es jetzt auch noch zu regnen an und wird von Minute zu Minute stärker. Als wir uns schon 15 Minuten durch die Steinhalde quälen, beschließen wir schließlich, ca. 500 Meter vor dem schon zu sehenden Guano Cave umzudrehen. Es ist wird immer rutschiger und ist einfach zu gefährlich. Zu schade, aber das zahlt sich einfach nicht aus. Trotzdem war die Wanderung auch bis dahin sehr schön.

Also wir zurück am Parkplatz ankommen, kommt plötzlich die Sonne zum ersten Mal am Tag hervor- jetzt fühlen wir uns schon etwas verarscht.

 

Wir verlassen den Park wieder und fahren Richtung “Storms River Village”. Fährt man daran vorbei (oder vom Village rechts abbiegen) kommt nach ein paar Minuten auf der Hauptstraße N2 der Big Tree.

Big Tree

Hierbei handelt es sich um einen Baumgiganten der Spezies Quteniqua Yellowwood, Er ist der größte seiner Art, ist 36 Meter hoch und seine Krone hat eine Spannweite von 30 Metern.. Diese Bäume können bis zu 800 Jahre alt werden.

Man parkt am bewachten Parkplatz. Nach wenigen Metern muß man, fast schon wie gewöhnlich in Südafrika, Eintritt bezahlen. 40 Rand Pro Person. Hier zahlt man echt für jeden Sch… Eintritt, sogar für einen Baum.

Über einen Holzweg kommt man nach wenigen Minuten zum Baum. Ja eh, ist eh groß, auch schön. Und das war´s auch schon.

Wenn man in der Gegend ist und 40 Rand /ca. 2,5€) zu viel einstecken hat, kann man das machen, muß aber nicht.

Uns reicht es für heute. Wir kehren in unser nettes Heim im “Storm River Valley” zurück und genehmigen uns ein Bier auf unserer Terrasse.

 

Südafrika 1387- Storm River Valley, Big Tree
Südafrika 1388- Storm River Valley, Big Tree
Restaurant in Stormsrevier

Wir gehen Essen ins “The Bistro At Bitou”, direkt beim Eingang des Ortes.

Das Lokal ist wirklich gemütlich eingerichtet. Bei der farbenfrohen Bemalung bekommt man wirklich Urlaubsstimmung. Auf der Terrasse ist es uns zu kalt, also setzen wir uns hinein. Hier glüht bereits das Holz im Kamin, da fühlen wir uns richtig wohl. Wir bestellen uns das “Cape Malya Bobootie” und das “Artisans Pie Board”. Beide Speisen sind zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Dazu gönn ich mir ein “Mitchell”’s Milk & Honey Bier, welches mir richtig gut schmeckt. Das Highlight kommt aber noch: Der Malven Pudding. Schon gestern im Village Inn war er eine Sensation, heute schmeckt er uns fast noch besser. Für alles zusammen zahlen wir gerade mal 350 Rand (ca. 22€)

21.Mai, Tag 12: Kajak & Lilo Tour im Tsitsikamma NP/ Birds Of Eden / Fahrt nach Plettenberg Bay

Das “The Bistro At Bitou” hat uns so gut gefallen, dass wir hier gleich auch Frühstücken. Naja, viel mehr hat um 8.00h sowieso nicht offen, und wir müssen um 9:00h wieder im Tsitsikamma Nationalpark sein. Heute steht eine Kajakfahrt auf dem Programm. Auch das Frühstück im Bistro ist wieder sehr gut und eigentlich viel zu viel. Wir lassen uns was einpacken.

Wir kommen wieder zum Tsitsikamma Nationalpark. Auch heute müssen wir wieder Eintritt bezahlen, macht wieder 218 Rand für jeden. Finden wir noch immer komplett überteuert, da der Park eigentlich außer der Brücke und ein paar Wanderwegen nichts bietet.

 

Kajak- & Lilofahrt durch die Storms River Schlucht

Im Mai ist Nebensaison, darum sind gegen 9.00h morgens noch kaum Leute hier. Unser Glück, so sind wir nur zu fünft mit unseren 2 Guides. Die Fahrt kostet 550 Rand (ca. 23€) pro Person, plus nochmal 90 Rand für einen Neoprenanzug- der macht sich aber im Mai wirklich bezahlt, glaubt es mir! Das Wasser ist schon recht kalt, noch dazu, wenn man ca. 2h durchgehend nass ist. Genaue Infos bzw. Vorausbuchen könnt ihr auf www.untouchedadventures.com

Unsere Tour startet pünktlich um 9:30h. Es gibt eine kurze Einführung, dann geht es übers Meer zur Mündung des Storm River Mouth Flusses. Die Fahrt übers Meer ist doch recht anspruchsvoll, da die Wellen ziemlich hoch sind. Wir meistern es natürlich, aber es kostet schon auch Kraft (am Foto vom Vortag sieht man auf einem Foto der Suspension Bridge ein paar Kajakboote. Genau über diesen Weg fahren wir heute rein). Ab der Suspension Bridge geht es gemütlich dahin.

Die Aussicht ist einfach ein Hammer. Hin und wieder erklärt unser Guide Nico ein paar Dinge zur Schlucht, den Lebewesen usw. Es macht richtig Spaß, Humor hat er auch. Die Fahrt ist wirklich wunderschön. 

Südafrika 1391b- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma
Südafrika 1393- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma
Südafrika 1391a- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma
Südafrika 1395- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma
Südafrika 1396- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma

Nach insgesamt ca. 45 Minuten legt man mit dem Paddelboot an und wechselt aufs Lilo. Im Prinzip sind das bessere Luftmatratzen. Am Bauch liegend verwendet man die Arme um hier weiter zu kommen. Sieht aber viel anstrengender aus, als es ist. Die Schluchten lassen jede Anstrengung vergessen, es ist einfach wunderschön und idyllisch hier.

Schließlich gelangt man zum Ende der Schlucht, zumindest für das Lilo. Riesige Steine versperren den Weg. Nun wird etwas am Flussbett entlang geklettert. Das erfordert doch etwas Geschick, da die Steine rutschig sind. Ziel ist ein kleiner “Pool”, indem man schwimmen kann. Auch der ist wirklich nett, allerdings erinnert er von der Farbe mehr an Coca Cola- ich hoffe einfach, dass dies aufgrund der vielen Mineralien ist, die sich hier im Wasser befinden. So hatte es zuvor der Guide zumindest erklärt. Wir schwimmen eine Runde, kehren dann aufs Lilo zurück und lassen uns wieder durch den Canyon treiben, stromabwärts.

Bevor wir jedoch aufs Kajak steigen, ist Klippenspringen angesagt!

Wir springen aus einer Höhe von 4 Meter. Das geht noch, ist aber auch schon hoch meine ich. OK, der 6 Meter Sprung geht auch noch- weiß aber nicht, wann ich das letzte Mal von so einer Höhe gesprungen bin. Der letzte Sprung ist eigentlich schon illegal, wie der Führer meint. Der wird normal eigentlich nicht gemacht. Doch ein Südafrikaner ist mutig, er will es wagen: den 8 Meter Sprung. Die Höhe ist es gar nicht, doch als ich die Kletterei dorthin beobachte, passe ich. Der Südafrikaner schafft es, meint aber selber nach dem Sprung “Fuck, that was high”.

Südafrika 1399- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma
Südafrika 1400a- Kajak & Lilo Adventures Tsitsikamma

Es geht mit dem Kajak den gleichen Weg zurück, bis wir ca. um 11:30 wieder am Ausgangspunkt ankommen. Ich kann diese Tour wirklich nur jedem empfehlen. Sie hat wahnsinnig Spaß gemacht und die Landschaft hier ist einfach ein Traum!

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