Kreta: Chania

Kreta: Chania

Anreise nach Chania

Um 17:00h geht es in Wien los. Mit der Aegean Airlines geht es per Zwischenstopp über Athen nach Chania, welches im nordwestlichen Teil von Kreta liegt. Aegean Airlines ist hauptsächlich für seine Verbindungen zwischen griechischen Inseln bekannt. Wir sind dieses Mal jedenfalls positiv überrascht. Beide Flüge auf dem Weg nach Kreta sind äußerst pünktlich, der Sitzabstand zum Vordermann ist ausreichend, und es gibt sogar eine Kleinigkeit zum Essen. Getränke sind zudem Gratis. Am Ende warten wir am Gepäckband keine 10 Minuten. So macht fliegen noch Spaß.

Aufgrund des Zwischenstopps kommen wir trotzdem erst um 23:00h in Chania an. Mit dem Taxi (Taxometer ca. 23€, mit angeblichen Flughafen-Extra 28€, also mit Trinkgeld 30€) fahren wir zu unserer Unterkunft mitten im Zentrum. Wer andere Blogs von mir schon gelesen hat, der weiß, dass wir schon recht große Fans von Booking.com oder AirBnB sind. Mehr zum Zimmer findest du weiter unten.

Chania

Mit etwa 55.000 Einwohnern ist Chania die zweitgrößte Stadt auf Kreta und meiner Meinung nach auch die schönste. Für den Besuch vom westlichen Kreta ist sie wunderbar gelegen und bietet eine Fülle an extrem gemütlichen Restaurants und Tavernen (siehe weiter unten). Dazu lädt die Hafenpromenade und wunderschöne Altstadt zum flanieren ein.

Sehenswürdigkeiten

Venezianischer Hafen

Das große Hafenbecken ist von pastellfarbenen venezianischen Häusern umgeben, wobei die meisten als Tavernen und Bars fungieren. Die Tavernen sind typisch touristisch. Besonderes Essen sollte man hier also nicht erwarten, da sie eher auf Laufkundschaft aus sind und für mich alle mehr oder weniger gleich aussehen und wohl so ziemlich das Gleiche anbieten. Hier kommt man her, wenn man die Aussicht genießen will. Das Essen ist in Ordnung, doch außergewöhnliches wird man wohl kaum finden.

Wirklich gute Restaurants findet man in den Seitengassen, doch dazu später mehr.

Giali Tsamisi (Moschee am Meer)

Diese Moschee ist nicht zu übersehen, befindet sie sich zur rechter Hand direkt am Hafen. Sie wurde gleich nach der türkischen Eroberung im 17. Jahrhundert gebaut. Der Innenraum wird heute für Ausstellungen genutzt. Zur Zeit unseres Besuches fand darin eine frei zugängliche Galerie statt. 

Leuchtturm

An der Hafeneinfahrt befindet sich der im Jahre 1830 im arabischen Baustil erstellte Leuchtturm von Chania. Noch heute wird der Leuchtturm von Chania nicht mit Strom, sondern mit Fackeln betrieben. 

Um zu dem Leuchtturm zu gelangen, muß man den kompletten Hafen gegen den Uhrzeigersinn umrunden.  Am Ende ist der Weg auch noch sehr uneben. Ob sich das lohnt, müsst ihr selbst entscheiden. Hinein kann man jedenfalls nicht. Leuten mit Kinderwagen oder gebrechlichen Personen würde ich den Weg nicht empfehlen. 

Neoria Gebäude

In diesem Museum gab es früher einen seetüchtigen Nachbau eines minoischen Schiffes zu bewundern. Zur Zeit ist das Museum allerdings geschlossen und dient als Werft.

Kathedrale der drei Märtyrer

Die griechisch-orthodoxe Hauptkirche von Chania wurde 1860 geweiht.

Kirche Agios Nikolaos

Die Sankt-Nikolaus-Kirche ist das einzige Gotteshaus in Griechenland, das einen Glockenturm und ein Minarett hat.

Daneben ein weiteres Minarett in der Altstadt. 

Markthalle

Am zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt liegt die kreuzförmig angelegte Markthalle. Hier gibt es die klassischen touristischen Shops die Honig, Oliven, Öl, Fisch, Raki und Souvenirs anbieten. Einheimische findet man hier kaum. Kann man besuchen, muss man aber nicht.

Unterkunft in Chania

Die Hamam Suits haben wir über Booking gebucht. Das Appartment befindet sich sehr gut in der Stadt nähe des venezianischen Hafens gelegen. Nachteil ist allerdings, dass es hier keine Parkplätze gibt (siehe Punkt Parkplätze weiter unten). Im Zentrum dürfen nur Einwohner gratis parken. Als wir ankommen ist es schon recht laut im offenbar recht beliebten Lokal, welches sich im gleichen Haus befindet. Zum Glück haben wir immer Ohrenstöpsel auf unserer Packliste.

Das Hotel befindet sich in der alten byzantinischen Stadtmauer, die ca. 700 Jahre alt ist. Dementsprechend verwinkelt und eng ist schon der Aufgang zu den Zimmern. Über knarrende Holztreppen geht es zu unserem Appartment, der Odyseas Suite. Das Schlafzimmer ist klein, verfügt aber über eine hohe Zimmerdecke. Aufgrund der alten Steinmauern versprüht es doch einen gewissen Charme. Das Bett ist leider nur ca. 140cm breit und knarrt auch noch unglaublich, sodass wir öfters aufwachten, wenn sich mal wer umdrehte. Nach 4 Nächten schleichen sich sogar leichte Rückenschmerzen ein. Das Bad ist ebenfalls sehr klein, aber ausreichend. Man sollte aber nicht (wie ich) über 1.90 cm sein, wenn man aufrecht duschen will. Es gibt noch ein Hochbett für weitere Gäste (eher Kinder) und einen Vorraum.

Zur kleinen und doch ziemlich abgeranzten Küche geht es über ein paar Treppen hoch. Von dort geht es auch hinaus zur gemütlichen Terrasse, die ebenfalls von den 700 Jahre alten Burgmauern begrenzt ist. Alles in allem ein kleines Apartment mit viel Charme- der große Luxus herrscht aber hier nicht. Eher etwas für einen kurzen Aufenthalt für junge Pärchen, da das Zimmer auch einen Kasten vermissen lässt. Um ganz ehrlich zu sein, würde ich dieses Appartment wohl nicht wieder nehmen, schon alleine wegen des Lärms aus dem darunter liegenden Pub “The King”. Hinzu kommt, dass ein Zimmer zum schlafen gedacht ist, mehr erwarte ich eigentlich nicht. Doch das Bett ist einfach kein Vergnügen.

 

Autoverleih

Wir wollen ein Auto mieten und befragen dazu Google Maps. “Vacanza Rent A Car” scheint hier gute Erfahrungen zu genießen und ist auch noch sehr zentral gelegen. Also wir ankommen, wird uns ein Auto um 240€ für 12 Tage, also 20€/Tag angeboten. Ein sehr gutes Angebot, wie wir meinen. Das Auto soll in einer Stunde fertig sein. Als wir zurückkommen, heißt es, dass es nochmal eine halbe Stunde dauert, dann 15 Minuten usw usw. Uns platzt der Kragen, wir fragen bei einem der unzähligen anderen Anbieter in Geh-Reichweite. Ihr bestes Angebot ist jedoch 330€ für den gleichen Zeitraum. Natürlich ist uns das zu teuer. Wir gehen zurück zu “Vacanza”. Dort bekommen wir nach 2 Stunden endlich unser Auto. Es hat etwas Nerven gekostet, dafür ist das Auto echt billig und läuft zufriedenstellend während der ganzen 12 Tage. Auch die Rückgabe am Flughafen ist problemlos.

Parkplätze in Chania

In der Stadt von Chania darf man leider nicht parken. Die wenigen Parkplätze sind den Einheimischen vorbehalten. Allerdings gibt es ein paar Gratis Parkplätze. Wir stellen uns Auto immer beim großen allgemeinen Parkplatz am östlichen Ende des Hafens ab, um genau zu sein beim großen Freilufttheater im Viertel Kumkapi. Hier gab es immer ausreichend Platz zu jeder Tageszeit. Um es zu finden kann man auf Google Maps auch das Hotel Argos Beach eingeben.

Weitere Parkplätze findet man mit etwas Glück westlich vom Zentrum bis zum Stadtstrand. Ansonsten gibt es auch gebührenpflichtige Parkhäuser.

Restaurants und Tavernen

Generell kann man sagen, dass es in Chania eine Vielzahl an Restaurants/Tavernen gibt. Ob man am Hafen sitzen und die Aussicht genießen will, es lieber etwas schicker mag, oder lieber eine klassische griechische Taverne bevorzugt. In Chania ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei.

Wir wollten uns eigentlich an Tripadvisor orientieren, haben aber schnell gemerkt, dass dies eigentlich unnötig ist. Am besten wandert man einfach durch die mit Bars, Lokalen und Tavernen gefüllten Gassen und nimmt an einem freien Tisch seiner Wahl Platz. Hier ein paar Eindrücke der belebten Gassen im September.  Sollte man ein bestimmtes Restaurant bevorzugen, ist eine Reservierung bestimmt ratsam. 

Krio Vrisali

Eigentlich hatten wir 2 andere Restaurants am Schirm, doch waren alle Plätze besetzt. Das Krio Visali ist eine äußerst gemütliche Taverne in einer ruhigen Seitenstraße unter Bäumen gelegen, mit klassisch griechischem Flair. 

Als Vorspeise bestellen wir uns einen Salat mit getrockneten Feigenstückchen, Schweinefleisch,Tomaten, Käse und mehr, garniert mit einem sensationellem Dressing. Ein großartiger Salat, von dem mir leider der Name entfallen ist. Als Hauptgang nehmen wir ein Kleftiko und ein Giouvetsi- beides extrem reich an hochwertigem und fettarmen Fleisch. Nach dem riesigen Salat schaffen wir aber nicht gerade viel unserer Portionen (und das kommt selten bis gar nicht vor). Alles in allem ein empfehlenswertes Restaurant.

9 Dtounopapa, Facebook

Oinopiio

Hier hatten wir bereits am Vortag reserviert, da tags zuvor jeder Tisch besetzt war. Das Restaurant liegt in einer äußerst entzückenden kleinen Gasse, nur wenige 100 Meter von unserer Unterkunft entfernt. Hier gibt es jede Menge griechischer Spezialitäten zu fairen Preisen.

Als Vorspeise wählen wir rote Rüben, als Hauptgang nehme ich einen “Meat Pie mit Lamm”- der zu meiner Enttäuschung nur Lamm und Käse, jedoch keinerlei Gemüse enthält. Auch Sandras Gericht ist so langweilig, sodass wir den Namen gleich wieder verdrängt haben. Dafür, dass es hier immer gesteckt voll ist und das Oinopiio den 26 Rang von 400 in Chania belegt, sind wir doch etwas enttäuscht.

46 Hatzimihali Daliani, Homepage

Steki

Nach dem etwas enttäuschenden Restaurant Oinopiio vom Vortag, wollen wir heute ein rein zufälliges Lokal wählen, unabhängig von Bewertungen. Eines mit einem Ambiente nach unserem Geschmack. Wir bummeln durch die Stadt und treffen auf eine Taverne namens “Steki”. Die Taverne ist eigentlich riesig groß, verfügt über einen Innenbereich, wo sicher über 100 Leute Platz hätten. Vor diesen 2 riesigen Räumen sind nur wenige Tische belegt- und auch draußen auf der Gasse fehlt es an Flair.

Der richtig interessante Teil befindet sich im „baufälligen“ Teil daneben. Offenbar hat das Restaurant ein schmales, uraltes Gebäude dazugekauft. Es hat kein Dach, sondern ist lediglich von Pflanzen überwachsen. Die Mauern wurden äußerst geschmackvoll verputzt und renoviert, ohne den Charme des altertümlichen zu verlieren. Dazu werden alte Ziegel und Rundbögen indirekt mit warmen Licht geflutet. Für uns ein absolut perfektestes Ambiente. Kein Wunder, dass fast ausschließlich alle Gäste auf diesen ca. 10 Tischen im Hof/ Haus sitzen.

Genug gelabert: wir bestellen getoastetes Knoblauchbrot, Saganaki (gegrillter Käse) und als Hauptspeise “Lamb Ofto” sowie ein “Beef Stifado”. Kurz gesagt, alles ist perfekt gewürzt und schmeckt so wie es sein soll. Ich trinke dazu 3 “Charma” Bier aus Chania, wobei ich einfach so aufs letzte eingeladen werde. Beim bezahlen gibt es noch eine kleine Nachspeise gratis, sowie die fast schon übliche kleine 0,2l Karaffe Raki. In Summe zahlen wir 33€- also wer hier nicht hingeht ist selber schuld….

3-5 Agion Deka, Homepage

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