Kärnten: Die Tscheppaschlucht, das Meerauge und die Märchenwiese

Kärnten: Die Tscheppaschlucht, das Meerauge und die Märchenwiese ​

Anfahrt zur Tscheppaschlucht:

Von der A2 bei Klagenfurt West Richtung Abfahrt Klagenfurt See fahren. Auf die B91 und über Maria Rain. Kurz danach auf die E652 bis zum Parkplatz Höllgraben bei Unterloibl. Die Tscheppaschlucht ist gut beschildert. Der Parkplatz kostet 2€ pro Tag und PKW

Schwierigkeit:

Mittel. Diese Schlucht ist für Kinder ab ca. 6 Jahren begehbar. Tatsächlich kommen viele Volksschulklassen hierher. Wir haben unseren einjährigen Sohn dabei, den wir in die Trage nehmen. Einen dreijährigen müssen wir auch in die Trage nehmen, da es sonst zu lange dauert. Kinderwagen schieben ist nicht möglich.

Dauer:

Ungefähr 2 Stunden. Es gibt mehrere Ausstiegsmöglichkeiten mit Haltestationen für Busse. https://www.tscheppaschlucht-ferlach.at/busplan Vom Parkplatz bis zur Märchenwiese wären es ca. 4 Stunden.

Die Tscheppaschlucht

Wir starten um 11:00 Uhr vom Parkplatz bei Unterloibl. Beim Infostand holen wir uns noch eine Karte mit Busfahrplan. Essen und Trinken gibt es hier auch.

Linker Hand geht es durch einen Waldweg über eine Brücke bergab. Nach 2-3 Minuten kommt man an einem Wildseilpark vorbei. Diesen passiert man und geht weiter durch den Wald.

Vom Parkplatz bis zum Eingang der Schlucht, wo man 8,5€ Eintritt bezahlt, braucht man normalerweise 20 Minuten. Wir sind jedoch mit zwei kleinen Kindern unterwegs weshalb es doppelt so lange dauert. Den Einjährigen nehmen wir in der Trage, der 3-jährige erkundet. Zum Sehen gibt es genug, da der Weg durch den Wald am Wasser entlang geht. Mit Kinderwagen ist diese Wanderung übrigens nicht möglich. Selbst mit kleinen Kindern sollte man auch vorbereitet sein, sie hin und wieder tragen zu müssen.

Beim Eingang/Kassa zur Schlucht gibt es noch eine Hütte, wo man sich mit Proviant eindecken kann. Eine Semmel kostet hier 1,5€, eine Leberkässemmel 1,90€. Richtig günstig will ich meinen.  Wenige Minuten nach Betreten der Schlucht kommt man an den ersten kleinen Wasserfall vorbei, der direkt mit dem Weg kreuzt. 

Nach insgesamt  1 Stunde (inkl. verlorener Zeit- nun tragen wir aber beide Kinder) hat man zum ersten Mal einen richtig schönen Blick auf und in die Klamm: Das laut tosende Wasser ist einfach wunderschön.

es geht den Berg hinauf

Nun geht es gut gesicherte Treppen richtig steil den Berg hinauf – gutes Schuhwerk ist empfohlen, da es hier schon rutschig werden kann. Am Bergkamm geht es an der Steilwand vorbei über einen gut gesicherten Weg, bestehend aus Brücken und Stufen. Die Klamm und das tosende Wasser liegt dabei immer zur linken, tief unter einem.

Nach 1,5 Stunden kommt man zu einer Abzweigung. Wir folgen den Weg weiter in Richtung Tschaukofall, dem Highlight der Tscheppaschlucht. Es geht wieder etwas bergab, bis man an eine Brücke stößt. Von hier hat man einen schönen Blick auf den tosenden Bach. Kurz danach geht es wieder den Berg hinauf. Nach wenigen Minuten geht man über eine Stahlbrücke und eine Wendeltreppe hoch zu einem wunderschönen Wasserfall. Hier sieht man schon die Teufelsbrücke: eine schmale Hängebrücke, die bei Betreten schwankt. Doch keine Sorge, sie hält viel aus. Aus Sicherheitsgründen gibt es jedoch eine Ampel:  Die Brücke sollte nur bei grünem Licht betreten werden, wenn der Weg vom Vorgänger frei ist. 

Die Wasserfälle

An der Felswand entlang gehen wir nun über einen Holzpfad. Nach  etwa 3 Minuten offenbart sich der 26 Meter hohe Tschaukofall in seiner vollen Pracht. Nach insgesamt 2 Stunden haben wir unser Ziel erreicht und machen eine ausgiebige Pause. Hier gibt es viele schöne Winkel um den Wasserfall zu fotografieren. 

Geht man den Weg etwa ein paar Meter hinauf, kommt man zum Felsentor, der den Wasserfall mit einem natürlichen Felsen umrahmt. Hier würde man auch weiter in Richtung Meerauge und Märchenwiese gehen. 

Etwa 2 Stunden dauert der Weg noch. Uns ist das mit den Kindern allerdings zu viel. Wir entscheiden und dazu, die Klamm hier zu verlassen. Dazu gehen wir den Holzweg zurück und auf die direkt anliegende Straße hinaus. 250 rechts vom Ausgang befindet sich eine der Bushaltestellen eines Buses, der die Wanderer an mehreren Stationen einsammelt.

Hier findet ihr den Fahrplan. Achtung: der Bus war gesteckt voll, es kann also eng werden. 

Wir lassen uns zurück zum Parkplatz fahren. Das Meerauge wollen wir jetzt trotzdem sehen, allerdings fahren wir mit dem Auto hin.

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Meerauge

Das Meerauge ist ein in der Eiszeit durch einen Gletscher erzeugtes Toteisloch mit einem Teich in der Mitte. Von der Tscheppaschlucht sind es knappe 15 Minuten mit dem Auto zum Meerauge. Man kann direkt davor parken. Vom Parkplatz sind es 2 Minuten zum sehr kleinen, aber extrem sehenswerten Teich. Er schimmert einfach unglaublich schön türkis. Die markante türkise Färbung des Wassers wird durch Algen hervorgerufen. Die Entstehung des Meerauges ist auf die letzte Eiszeit (vor 70.000 bis 10.000 Jahren), die so genannte Würm-Eiszeit, zurückzuführen. In 2 Minuten hat man den See auch umrundet. Trotzdem verbringen wir eine halbe Stunde dort, da das Wasser einfach so schön anzusehen ist.

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Märchenwiese

Diese liegt laut Google Maps wieder nur weitere 6 Minuten vom Meerauge entfernt, allerdings ist nach 1 Minute mit unserer Fahrt Schluss. Der Weg ist gesperrt, Privatbesitz. Man kann schon 20-30 Minuten zu Fuß hin, allerdings sind wir am heutigen Tage schon ziemlich erledigt, das Wetter verschlechtert sich zunehmend und die Berge sind inzwischen in Wolken verhüllt. So hätte die Wiese wohl ohnehin keinen Sinn. Schweren Herzens beschließen wir, diese kleine Wanderung nicht zu machen und kehren stattdessen im Gasthaus Bodenbauer ein (hier endete die Straße).

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